Morbus Hodgkin ist eine Erkrankung, bei der besonders hohe Heilungsraten erzielt werden. Inzwischen ist allerdings bekannt, dass mit einer Vielzahl möglicher therapiebedingter Langzeitfolgen, z. B. Funktionsstörungen verschiedener Organe sowie Sekundärtumoren, die zum Teil erst Jahre später auftreten, gerechnet werden muss. Seit den 70er Jahren wurde im Rahmen der Therapiestudien versucht, durch Änderung der Behandlungsstrategien diese Langzeitfolgen zu vermindern, ohne die Heilungschancen zu beeinträchtigen. 1245 pädiatrische Patienten, die in fünf großen, multizentrischen Hodgkin-Studien behandelt wurden, werden nun weiter beobachtet. Die Erfassung und Analyse der Spätfolgen soll Aufschluss darüber geben, inwieweit bisherige Therapievarianten zu einer Verminderung oder Erhöhung des Risikos für bestimmte Spätfolgen führen. Die Ergenisse werden von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung zukünftiger Behandlungsprotokolle sein. Projektleiter:
Prof. Dr. G. Schellong, Universitäts-Kinderklinik Münster Quelle: DLFH-Dachverband |
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