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Benefiz-Gala

 

Sternstunden des Balletts

Maria Eichwald und Solisten des Bayerischen Staatsballetts präsentieren
eine Benefiz-Gala für krebskranke Kinder

Plakat der Benefiz-Gala

Foto: Charles Tandy

Die Eintrittspreise liegen zwischen 50 und 120 Euro, aber es wird auch ein exquisites Programm gezeigt. Maria Eichwald tanzt an der Seite von Alen Bottaini erstmals Agrippina Waganovas virtuosen Pas de deux »Diana und Actaeon« und hat bei ihren fünf Auftritten auch Roman Lazik und Lukas Slavicky als Partner. Mit dabei sind Lucia Lacarra und Cyril Pierre, Kusha Alexi und Amilcar Moret Gonzalez, Beate Vollack und Norbert Graf. Es wird ein Wiedersehen mit dem Publikumsliebling Luca Masala geben, der aus Toulouse Maria Gutierrez mitbringt, und mit Barbora Kohoutková. Weitere Gäste sind Yael Schnell und Jesper Hansen Thirup, die lange in Tel Aviv getanzt haben. Fast alle treten zweimal auf. Die Choreografien reichen von Marius Petipa und Viktor Gsovsky über Cranko, Neumeier und Kylián bis zu van Manen und Ohad Naharin. Light Rain von Geralt Arpino (Joffrey Ballet) sowie die Gala-Bonbons Intuition Blast von Ralf Jaroschinsky und Le Bourgeois von Ben van Cauwenbergh ergänzen diese »Sternstunden«.

Mit dem Erlös werden am Schwabinger Kinderkrankenhaus ein Nachsorgetreffen für Familien mit Kindern in Dauertherapie sowie eine am Dr. v. Haunerschen Kinderspital neu einzurichtende Stelle für einen Arzt im Praktikum mitfinanziert, der Kinder vor und nach Knochenmarks-Transplantationen betreuen soll. Auch die neue Koordinationsstelle »Psychosoziale Nachsorge für Familien mit an Krebs erkrankten Kindern« der Kinderklinik des Harlachinger Krankenhauses bekommt Geld. Gleichzeitig wird zu Spenden für die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. aufgerufen: Konto 2030 bei der ING BHF Bank Frankfurt, BLZ 500 202 00.

Als Initiator sah sich Oleg Makhov, früher Tänzer am Staatsballett, nach seiner Umschulung zum Veranstaltungs-Manager mehrfach gefordert: Die letzte Ballettgala in München liegt zwei Spielzeiten zurück. Andrzej Kucharski, sein bester Freund, ist vor einem Jahr an Krebs gestorben. Und als ein Spendenaufruf der Krebshilfe ins Haus flatterte, sagte seine Lebensgefährtin Maria Eichwald: »Was soll das mit fünf Euro? Können wir nicht etwas Größeres machen?« Mit dieser Idee wandte er sich an Dr. Reinhold A. Kudielka, der Geschäftsführer der Firma ribosepharm in München und ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft ist. Beide entwickelten, assistiert von Ingrid Zimmermann, das Projekt und sind weiter auf der Suche nach Sponsoren, um einen möglichst hohen Spendenbetrag für die drei Münchner Krankenhäuser mit Pädiatrischen Onkologischen Stationen aufzubringen. Dafür haben alle Choreografen unentgeltlich die Rechte freigegeben! Das Gärtnerplatztheater öffnet sich einer Probe des 58-köpfigen Orchesters unter Valery Ovsianikov, das Staatsballett hilft mit Dekorationen, Kostümen und Logistik, die Staatsoper mit Notenmaterial. — Und warum steht Maria Eichwald so im Zentrum? Zunächst einmal will sie, wie alle Beteiligten, kranken Kindern helfen. Dann aber versteht sie diese Gala auch als ein Abschiedsgeschenk an ihr Münchner Publikum, auch wenn sie hofft, dass es kein endgültiger Abschied wird.

Karl-Peter Fürst
 
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